Wir fordern die Politik auf, die Rolle der konzernunabhängigen Energieversorger in Deutschland als unverzichtbares Wettbewerbselement, als Träger von Versorgungssicherheit und -vielfalt deutlich zu berücksichtigen. Gleichzeitig wollen wir uns mit unserem Engagement zum Klimaschutz und zur Nachhaltigkeit als Innovationsmotor begriffen sehen.
Wir sind mit allen nationalen und internationalen Fachleuten einig, dass Öl in absehbarer Zukunft Hauptträger für eine nachhaltige Sicherung unserer Mobilität und ein Eckpfeiler für den Energiemix im Wärmemarkt bleibt. Wir unterstützen daher das Ziel von EU-Kommission und Bundesregierung, den Anteil alternativer Kraftstoffe auf Bio-Basis schrittweise zu erhöhen. Zudem stehen wir zu einer Strategie der nachhaltigen Mobilität unter den rationalen Kriterien Wirtschaftlichkeit, Verfügbarkeit und Klimaschutz.
Wir haben Biodiesel flächendeckend in den Markt eingeführt und sehen sowohl in kurzfristiger Hinsicht (Biokraftstoffe) als auch in langfristiger Ausrichtung (synthetische Kraftstoffe aus Biomasse) für alternative Kraftstoffe sowie Autogas weitere Möglichkeiten. Die Politik sollte aber darauf achten, dass den Marktkräften dabei genügend Raum gelassen wird.
Wir fordern, dass an der Zwei-Wege-Strategie im Biokraftstoffsektor festgehalten wird, dass also in Zukunft neben den Beimischungen über das Quotengesetz auch ein Markt für B100 (reiner Biodiesel) erhalten bleibt.
Wir fordern, dass die Bundesregierung in Brüssel Initiativen ergreift, die die Segmentierung des europäischen Binnenmarktes im Biokraftstoffsektor mit sehr unterschiedlichen nationalen Normen, Quotenhöhen, Steuerbegünstigungen unterbinden. Hier muss Handelshemmnissen vorgebeugt werden.
Wir begleiten aktiv die Initiativen zu Energieeinsparung und Effizienzverbesserung - im Verkehrsbereich (verbesserte Motoren- und Fahrzeugtechnik, effiziente Kraft- und Schmierstoffe), wie auch im Wärmemarkt (Brennwerttechnik, schwefelarmes Heizöl oder Flüssiggas in Kombination mit Solarthermie).
Wir stehen für die weitere Öffnung und Liberalisierung des deutschen Gas- und Strommarktes.
Wir erwarten von der deutschen Politik Unterstützung gegen überbordenden Bürokratismus aus Brüssel, wie er sich bei der Chemikalienrichtlinie (REACH) ebenso massiv zeigt wie bei der EU-Energieeffizienzrichtlinie.

